Was sind eigentlich Komplementäre?

Haben Sie schon mal von Komplementärgütern gehört?

Komplementärgüter oder auch Komplementäre sind das Gegenstück zu Substituten und beschreiben Güter oder Leistungen, die das bestehende Angebot eines Unternehmens ergänzen und dem Kunden Gelegenheit zu bieten.

Dies ermöglicht es einem Unternehmen, die Bedürfnisse seiner Kunden umfangreicher zu befriedigen sowie ergänzende Güter und Leistungen zu bündeln und in Form von Paketen (Sets) differenziert und zielgruppengerecht anzubieten.

UND-Güter

Komplementäre sind sogenannte "und"-Güter, da sie in der Regel zusammen gekauft werden. Klassische Beispiele sind hier der Rasierschaum mit der Rasierklinge, das Popcorn zum Film, oder das Tönen der Haare beim Haarschnitt.

Das Anbieten von Komplementären erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde Zusatzkäufe tätigt, wenn er ein Produkt oder eine Leistung erwirbt. Gerade bei Spontankäufen "erinnert" ein Komplementär den Kunden an ein (unbewusstes) Bedürfnis und führt so oftmals zu weiteren Käufen vor Ort.

Komplementäre ermöglichen es so dem Kunden, verschiedene Produkte und Leistungen beim selben Anbieter zu erwerben und reduzieren so die Transaktionskosten (Fahrt zu weiteren Anbietern, Suchkosten, etc...). Die Ausweitung des Sortiments mit Komplementären trägt somit auch zur Kundenbindung bei.

Allerdings muss der Anbieter hierbei sicherstellen, dass der Kunde die Komplementäre überhaupt wahrnimmt. Das bloße Vorhandensein von Komplementären reicht nicht aus, wenn der Kunden beim Kauf keine Kenntnis über deren Erhältlichkeit hat. Kommunikation und Sichtbarkeit spielt hier eine wichtige Rolle.

---

 

Wie immer freue ich mich über Ihr Feedback und Ihre Erfahrungsberichte. Nutzen Sie dazu als Mitglied die Kommentarfunktion in den Blogbeiträgen, oder tauschen Sie sich im Forum mit anderen Mitgliedern zu diesem oder weiteren relevanten Themen aus.

Und natürlich wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Unternehmen besser machen.

Herzlichst, Ihr

Dirk M. Hellmuth